Chemikalien zur Wasseraufbereitung von Kühl-
und Wärmesystemen
>>Brandophos
K
Korrosionsinhibitor
und Härtestabilisator für Kühlwassersysteme
Verwendungszweck
Brandophos K ist ein Korrosionsinhibitor für Kühl-
und Brauchwassersysteme (Ks4,3>2mol/cbm).
Die Korrosionsinhibierung erstreckt sich auf C
Stahl und Buntmetalle.
Brandophos K stabilisiert die Wasserhärte auch an thermisch
hochbelasteten Stellen des Systems und vermeidet Härteablagerungen
an den Metalloberflächen.
Brandophos K wird im pH-Bereich von 7,8 8,5 eingesetzt.
Produktbeschreibung
Brandophos K ist ein kombiniertes
Kühlwasserkonditionierungsmittel.
Brandophos K ist thermo- und hydrolysestabil.
Die Leistungsfähigkeit des Produktes erstreckt sich über
einen weiten pH (7,8 8,5) und Temperaturbereich
(bis 300°C).
Die korrosionsinhibierende Wirkung von Brandophos K erstreckt
sich auf C - Stahl und Cu- haltige Werkstoffe. Spezielle organische
Cu Inhibitoren (z.B. Thiazole, Imidazole, Triazole)
sind nicht erforderlich.
Brandophos K stellt durch Ausnutzung Komponentenspezifischer,
synergistischer Effekte ein besonders kostengünstiges
Behandlungsverfahren bei minimalster Vorfluterbelastung dar.
Umweltverhalten
Brandophos K hat einen erheblich geringeren Gehalt an Zn2+
gegenüber konventionellen Zn haltigen Inhibitoren
und damit wesentlich günstigere Eigenschaften hinsichtlich
Fischtoxizität. Bei den vorgeschlagenen Dosiermengen
liegt der Gehalt an Zn unter dem von der WHO empfohlenen Grenzwert.
Wirkungsweise
Durch Korrosionsinhibierung mit Brandophos K erfolgt:
* Durch die synergistisch verstärkte Inhibitorwirkung
der Phosphonsäurekomponente und der komplex gebundenen
Metallionen in Verbindung mit der Wasserhärte.
* Durch sekundäre Korrosionsinhibierung aufgrund des
Dispergiervermögens des Phosphonsäure- und Polycarbonsäurekomponente.
Korrosionsfördernde partielle Oberflächendeckung
und Ausbildung von Evans Elementen (Belüftungselemente)
werden wirkungsvoll vermieden.
* Brandophos K hemmt die kathodische und anodische Teilreaktion
der elektrochemischen Korrosion.
Dosierung
Die Dosierung ist von vielen Faktoren (z.B. Eindickungszahl,
Chloridgehalt, thermische Belastung usw.) abhängig.
Anwendung
Die Dosierung erfolgt besonders bei stark schwankender
Zusatzwassermenge zweckmäßig über eine
vom Zusatzwasser mengenabhängig gesteuerte automatische
Dosieranlage.
Alle mit dem Produkt in Berührung kommenden Teile der
Dosiereinrichtung müssen aus säurefestem Material
bestehen. Wegen des starken Komplexbildungsvermögens
der im Produkt enthaltenen Phosphonsäure sollten Kunststoffe
(z.B. PE,PVC) oder Glas und Keramikwerkstoffe Verwendung finden.
Die Dosierung erfolgt am besten in oder vor einer besonders
mischungsintensiven Stelle des Systems. Durch Verdünen
von Brandophos K ist eine weitgehende Anpassung an die Leistung
der Dosieranlage möglich.
weitere Angaben im DIN Sicherheitsdatenblatt

>>Brandophos
H
Korrosionsinhibitor
für Heizungsanlagen
Verwendungszweck
Brandophos H ist ein Korrosionsinhibitor für den Einsatz
in Heizungs- und geschlossenen Kühlkreisläufen mit
Temperaturen bis max. 250°, die Stahl und kupferhaltige
Werkstoffe enthalten.
Hierzu gehört z.B. auch der Korrosionsschutz des Kühlkreislaufes
hochwertiger Spritz- und Druckgußwerkzeuge. Ein weiterer
Verwendungsbereich ist der Schutz von insbesondere Stahlteilen
nach Reinigungs- oder Bearbeitungsverfahren mit Wasserzusatz
gegen Korrosion durch Luftfeuchtigkeit. ( Härtereien,
Behälteraufbereitung)
Die Dispergiermittelkomponente in Brandophos H verhindert Ablagerungen an den Rohrwandungen
und bietet somit die Gewähr für die Ausbildung eines
optimalen Korrosionsschutzfilmes.
Brandophos H wird im pH-Bereich von 7,5 10 eingesetzt.
Brandophos H ist verträglich mit Frostschutzmitteln,
z.B. Ethylenglykol.
Produktbeschreibung
Brandophos H ist ein Kombinationsprodukt auf Basis Molybdat,
Phosphonsäure, Polycarbonsäure und Cu-Inhibitor.
Umweltverhalten
Brandophos H ist nicht flüchtig und nicht brennbar.
Wirkungsweise
Aufgrund seiner Zusammensetzung bietet Brandophos
H eine optimale Korrosionsinhibierung
für Stahl und kupferhaltige Werkstoffe:
- Korrosionsinhibierung durch Schutzfilmbildung auf den Stahloberflächen
durch die Molybdatkomponente.
- Korrosionsinhibierung der kupferhaltigen Werkstoffe durch
einen speziellen organischen schwefelfreien Cu Inhibitor.
- Vermeidung von korrosionsfördernden Belägen auf
den Metalloberflächen durch das Dispergiervermögen
der Polycarbonsäure.
- Vermeidung von CaCO3 - Ablagerungen durch Stabilisierung
der Härtebildner (Threshold Effekt der Phosphonsäure).
Anwendung
Brandophos H wird vorzugsweise als Konzentrat eingesetzt.
Eine Verdünnung des Produktes mit enthärtetem bzw.
vollentsalztem Wasser ist bis zu einem Verhältnis von
1:4 möglich. Die Dosierung erfolgt zweckmäßig
über eine vom Zusatzwasser mengenabhängig gesteuerte,
automatische Dosieranlage.
Brandophos H reagiert alkalisch. Alle mit dem Produkt in Berührung
kommenden Teile der Dosiereinrichtung müssen daher aus
alkalifestem Material bestehen. Vorzugsweise wird Kunststoff
(z.B. PE oder PVC) eingesetzt.
Die Zugabe sollte in oder vor einer mischungsintensiven Stelle
des Systems erfolgen.
Eventuell auftretende Produkttrübungen sind rohstoffbedingt
und haben keinen Einfluß auf die Wirksamkeit von Brandophos
H.
Einsatz in Fußbodenheizungen
Lt. Prüfbericht Nr. 18376/86 des Süddeutschen Kunststoffzentrums
Würzburg vom 14.05.1986, verursacht Brandophos H keine
Minderung der Rohrqualität an handelsüblichen Kunststoffrohren.
|